Hält die Jagschiessanlage Widstud die Grenzwerte ein?
Die Jagdschiessanlage Widstud in Bülach sorgt für Kritik: finanzielle Unsicherheiten, offene Fragen zu Lärm, Amphibenschutz und langen Betriebszeiten. Mit meiner Anfrage verlange ich Klarheit vom Kanton.
Die Jagdschiessanlage Widstud ist seit Juni 2023 in Betrieb und steht damit kurz vor ihrem dreijährigen Bestehen. In dieser Zeit sind verschiedene Probleme deutlich geworden. So musste der Kanton gemäss Medienberichten finanziell einspringen, nachdem die Betreibergesellschaft in Schwierigkeiten geraten ist. Gleichzeitig wird aus der Bevölkerung eine erhebliche Belastung durch Schiesslärm berichtet.
Auch Umweltauflagen scheinen nicht vollständig eingehalten zu werden. Wiederholt wurde festgestellt, dass Schrot aus dem vorgesehenen Bereich austritt und ausserhalb der Anlage zu liegen kommt, obwohl der Betreiber bereits mehrfach zur Nachbesserung aufgefordert wurde. In der Nacht ist die Jagdschiessanlage, die in einer ansonsten von Dunkelheit geprägten Landschaft liegt, hell beleuchtet. Dies führt zu unnötiger Lichtverschmutzung unmittelbar an- grenzend an ein Naturschutzgebiet. Zudem verursacht die Jagdschiessanlage zusätzlichen Verkehr in unmittelbarer Nähe des Amphibienschutzgebiets. Derzeit werden die Amphibien von Freiwilligen über die Strasse getragen. Der Bau von permanenten Amphibienschutzmassnahmen verursacht zusätzliche Kosten. Aus unserer Sicht sollten diese Kosten in die Baukosten der Jagdschiessanlage einbezogen werden.
Mit meiner Anfrage im Kantonsrat fordere ich vom Regierungsrat Transparenz.
Es geht nicht darum, die jagdliche Ausbildung in Frage zu stellen. Vielmehr braucht es eine sachliche und faktenbasierte Beurteilung.