Glattalbahn Kloten: Investition in Mobilität, Sicherheit und Lebensqualität
Der Kantonsrat hat den Staatsbeitrag für die Verlängerung der Glattalbahn vom Flughafen bis Kloten Industrie genehmigt. Damit kann ein Projekt umgesetzt werden, das weit mehr ist als eine neue Tramlinie. Es verbindet den Ausbau des öffentlichen Verkehrs mit einer neuen Velohauptverbindung und einem dringend notwendigen Hochwasserschutz für Kloten und den Flughafen Zürich.
Für die Grünen ist dieses Gesamtprojekt ein wichtiger Schritt für die nachhaltige Entwicklung der Flughafenregion. Das Glattal wächst seit Jahren stark. Neue Arbeitsplätze entstehen, die Bevölkerung nimmt zu und damit auch die Verkehrsbelastung. Wer dieses Wachstum nachhaltig bewältigen will, muss attraktive Alternativen zum Auto schaffen. Genau dazu leistet die Verlängerung der Glattalbahn einen wichtigen Beitrag.
Zusammen mit der neuen Velohauptverbindung entsteht eine leistungsfähige Achse zwischen dem Flughafen, Kloten und perspektivisch auch Bassersdorf. Viele Arbeitnehmende werden ihre Arbeitsplätze künftig einfacher mit Tram und Velo erreichen können. Tram, Velo- und Fussverkehr werden dabei nicht gegeneinander ausgespielt, sondern sinnvoll miteinander verknüpft. Das schafft ein modernes und flächeneffizientes Verkehrssystem.
Ein zentraler Bestandteil des Projekts ist der Hochwasserschutz. Der geplante Entlastungsstollen am Altbach reduziert eines der grössten Hochwasserrisiken im Kanton Zürich. Eine Überflutung des Flughafens und des Tiefbahnhofs könnte Schäden in Milliardenhöhe verursachen und wichtige nationale Infrastrukturen lahmlegen. Gleichzeitig wird der Altbach aufgewertet und teilweise revitalisiert. Aus einem technisch verbauten Gewässer entsteht ein attraktiverer Natur- und Erholungsraum für die Bevölkerung.
Natürlich sind mit dem Projekt auch Eingriffe verbunden. Die Fällung von Bäumen schmerzt. Alte Bäume können nicht einfach ersetzt werden, und es dauert Jahrzehnte, bis junge Bäume dieselbe ökologische Wirkung entfalten. Nach sorgfältiger Abwägung überwiegen jedoch die Vorteile. Die ökologische Aufwertung des Altbachs, die besseren Zugänge zum Gewässer und die langfristigen Verbesserungen für Natur und Bevölkerung führen insgesamt zu einer positiven Bilanz.
Auch die Kosten wurden intensiv diskutiert. Die Bruttokosten des Gesamtprojekts belaufen sich auf rund 543 Millionen Franken. Dank Beiträgen des Bundes aus dem Agglomerationsprogramm und dem Hochwasserschutz sowie weiteren Beiträgen Dritter reduziert sich die Belastung für den Kanton auf rund 290 Millionen Franken.
Besonders wichtig: Eine Rückweisung oder längere Verzögerung hätte die zugesicherten Bundesbeiträge gefährden können. Damit wären dem Kanton erhebliche Mittel aus dem Agglomerationsprogramm entgangen und die Kosten für Zürich deutlich gestiegen. Wer das Projekt verzögert hätte, hätte deshalb nicht gespart, sondern riskiert, dass die gleiche Infrastruktur später deutlich teurer gebaut werden muss.
Die Grünen begrüssen den Entscheid des Kantonsrates. Das Projekt stärkt den öffentlichen Verkehr, verbessert die Bedingungen für den Veloverkehr, schützt die Bevölkerung vor Hochwasser und erhöht die Lebensqualität in der Flughafenregion. Es zeigt, wie Verkehr, Sicherheit und Natur gemeinsam gedacht werden können.
In den Medien:
Tagesanzeiger