Geld in der Schweiz investieren und Arbeitsplätze schaffen

Zur Abstimmung vom 13. Juni über das CO2-Gesetz. Leserbrief im Zürcher Unterländer vom 1.6.2021

Dass sich die Öl-Lobby vehement gegen das CO2-Gesetz wehrt und Fake News verbreitet, ist in Anbetracht der grossen Summen, die ihr jährlich entgehen werden, nachvollziehbar. Wir dürfen ihr aber nicht auf den Leim gehen. 

8 Milliarden Franken geben wir jährlich aus, um Brenn- und Treibstoffe wie Öl und Gas im Ausland einzukaufen – Geld, welches oft in Länder fliesst, die von Despoten in Konfliktregionen regiert werden. 80 Prozent unserer Energie beziehen wir heute aus dem Ausland. Ein hohes Risiko! Die 8 Milliarden Franken setzen wir stattdessen künftig besser in der Schweiz ein, um den Energieverbrauch zu reduzieren und die heimische Energieproduktion mit erneuerbaren Energien weiter voranzutreiben. Die Gewinnung von Solarenergie schafft nach einer Studie der ZHAW alleine schon rund 14’000 Arbeitsplätze in der Schweiz. Durch ein Ja zum CO2-Gesetz wird der Ausbau der erneuerbaren Energien in der Schweiz beschleunigt.

Ein Grossteil der Abgaben aus Flugverkehr und Brennstoffen fliesst an die Bürgerinnen und Bürger und ans Gewerbe zurück. Somit werden vor allem Vielflieger und Reiche, welche einen grossen CO2-Fussabdruck haben, zur Kasse gebeten. Das Gesetz ist fair, familienfreundlich und so ausgestaltet, dass wirtschaftlich und sozial Schwächere profitieren.

Auch die Schweiz muss ihren Beitrag an das Pariser Klimaabkommen leisten. Ohne das CO2-Gesetz werden wir in der Schweiz diese Ziele verpassen. Es ist ein Schritt in Richtung Klimagerechtigkeit, indem wir hier bei uns den Klimaschutz verstärken. Deshalb sage ich Ja zum CO2-Gesetz.

Leserbrief im Zürcher Unterländer

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