Mit Erspartem Kriege finanzieren – ist das Schweizer Neutralität?

Die Schweiz setzt sich als neutrales Land mit humanitärer Tradition für Menschenrechte, Frieden und diplomatische Lösungen ein. Gleichzeitig Milliarden Schweizer Franken in Kriege und Konflikte zu investieren, ist unvereinbar mit der Schweizer Neutralität. Mit unseren Pensionskassengeldern werden jährlich schätzungsweise vier Milliarden CHF in Kreigsmaterialproduzenten investiert. Fast 1’000 CHF pro Schweizer Einwohner fliesst zu Atombombenherstellern. Damit sind wir weltweit Nummer zwei hinter den USA. Keine Rangliste auf die wir stolz sein sollten.

Seit dem 2. Weltkrieg waren noch nie so viele Menschen auf der Flucht wie heute. Der Grossteil der Menschen flüchtet vor aktuellen Kriegen oder den Folgen vergangener Konflikte. Die Rüstungsindustrie profitiert von diesen Konflikten und heizt sie mit ihren Waffenlieferungen weiter an. Mit meinem Pensionskassengeld soll keine Kriegsgüter mehr finanziert werden. Deshalb stimme ich Ja zur Kriegsgeschäfte-Initiative am 29. November.

Dr. David Galeuchet, Kantonsrat Grüne, Bülach

Als Leserbrief veröffentlicht im Zürcher Unterländer 10.11.2020

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