Teures Spielzeug für Militärs

Die Risikoanalyse des Bundesamts für Bevölkerungsschutz sieht die Hauptgefahren in Strommangellagen, Pandemien und Hitzewellen. Im letzten Sicherheitspolitische Bericht sind Hackerangriffe, Desinformation und gewalttätiger Extremismus potentielle Gefahren für die Schweiz. Sollten wir unsere Mittel nicht dort einsetzen, wo wir sie in den kommenden Jahren dringend benötigen werden und nicht für ein Gefahrenszenario aus dem Kalten Krieg?

Zwischen 18 bis 24 Milliarden Franken wird uns die Beschaffung, Unterhalt und Upgrade der Kampfjets über die Lebenszeit kosten. 60% des Vertragswertes sollen der Anbieter durch sogenannte Offset-Geschäfte kompensieren. Das heisst nichts anderes als dass die Schweiz Rüstungsgüter im entsprechenden Wert liefern würde. Heute schon steht die Schweiz bei den Rüstungsexporten pro Kopf auf dem zweiten Rang – direkt hinter Israel aber noch vor Schweden und Russland. Kann es unser Ziel sein, dass in den global zunehmenden Konflikten vermehrt Schweizer Präzisionswaffen eingesetzt werden? Ist es das, was wir unter Schweizer Neutralität verstehen?

Für die luftpolizeilichen Aufgaben, welche übrigens bis 2015 nur zu Bürozeiten wahrgenommen wurden, sind die Kampfjets völlig überteuert. In Österreich werden dafür Helikopter und Schweizer Pilatus Flugzeuge eingesetzt. 
Verzichten wir also auf teures Spielzeug für unsere Militärs und setzen unsere Steuergelder vernünftig und zielgerichtet ein.

Schreiben Sie einen Kommentar

Ihre E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.