Etikettenschwindel „Bildung aus einer Hand“

Die Sekundarschulgemeinde, zu der auch Bachenbülach, Hochfelden, Höri und Winkel gehören, soll aufgelöst werden. Das verlangt die Initiative der Grünliberalen. Aktuell sind 52% der SekundarschülerInnen aus Bülach. Die restlichen 48% verteilen sich auf die anderen Gemeinden. Ein „JA“ an der Urne zwingt die Gemeinden zur Suche nach neuen Lösungen. Eine gut funktionierende Sekundarschulbehörde wird gelähmt und vom dringendsten Problem, der Suche nach neuem Schulraum, abgehalten.

Am 27. September werden die Bülacher StimmbügerInnen über die Initiative der Grünliberalen „Bildung aus einer Hand“ abstimmen. Die Mitglieder der Grünen Partei Bülach haben sich Positionen gegen die Initiative durch die Sekundarschulpflege und der Initianten angehört und anschliessend ausführlich diskutiert. 

Worum geht es? In über 140 Gemeinden von 200 des Kantons entspricht die Schulgemeinde der Gemeindestruktur. Eine gemeinsame Verwaltung übernimmt die Aufgaben der Schulsekretariate, die Finanzen werden zentral geführt, und es wird nur ein Gemeindesteuerfuss erhoben. Eines der Mitglieder des Gemeinde- oder Stadtrates ist für das Bildungsressort verantwortlich. 

Bülach hingegen bildet zusammen mit Winkel, Bachenbülach, Höri und Hochfelden eine eigenständige Sekundarschulgemeinde mit eigenen Organisations- und Führungsstrukturen und einem eigenen Steuerfuss. Auch die Liegenschaften sind im gemeinsamen Besitz dieser fünf Gemeinden. 

Die Initiative „Bildung aus einer Hand“ ist ein Etikettenschwindel. Sie gibt an, dass bei einer Annahme bessere Bildung an der Sekundarschule, bessere Strukturen und eine klare Finanzlage zu erwarten sei. Das Niveau der Bildung und der Lehrpersonen wird aber durch den Kanton garantiert und ist rechtlich wie auch finanziell kantonal geregelt. Das Bildungsniveau hat somit nichts mit der geforderten Einheitsgemeinde zu tun, sondern es geht um eine rein organisatorische und rechtliche Neuregelung.

Ein „JA“ an der Urne zwingt die Kreisgemeinden zur Suche nach neuen Lösungen. Verträge mit Bülach oder einer anderen Schulgemeinde müssten ausgehandelt werden, was viel Zeit braucht. Die Initiative will nach Aussage der Initianten zu Gedanken anregen und den Gemeinden 1 ½ Jahre Zeit lassen, sich Lösungen auszudenken. Tatsächlich würde die Initiative aber einen Papiertiger und ein finanzielles Debakel für Bülach auslösen und das Verhältnis zu den Kreisgemeinden stark belasten. Eine gut funktionierende Behörde wird gelähmt und vom dringendsten Problem, der Suche nach neuem Schulraum, abgehalten. Die Grüne Partei empfiehlt deshalb den StimmbürgerInnen die Initiative abzulehnen. 

Grüne Partei Bülach

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