Volksinitiative „Boden für die kommenden Generationen“

Miteinander lancieren Grüne, EVP und SP Bülach eine Volksinitiative. Sie wollen damit erreichen, dass die Stadt Bülach ihrem Boden Sorge trägt und Grundstücke nicht mehr verkauft. Gefordert wird eine nachhaltige und langfristige Bodenpolitik.

Die Grundstücke der Stadt Bülach gehören den Bülacherinnen und Bülachern: Das soll auch so bleiben! Auch Land, das heute nicht unmittelbar für städtische Aufgaben verwendet wird, kann morgen unentbehrlich sein zum Beispiel für Schulen, Freizeitanlagen, Infrastrukturprojekte oder Bedürfnisse, von denen wir bisher noch nichts wissen. Gemeinden, die bisher eine aktive Bodenpolitik betrieben haben, sind auch bei der Standortförderung im Vorteil. Mehr Gestaltungsspielraum und eine starke Verhandlungsposition für das Bülach von morgen: Das ist das Ziel der Initiative «Boden für die kommenden Generationen».

Boden ist ein unvermehrbares und daher besonders kostbares Gut; Bauland, das Tafelsilber jeder Gemeinde. Land zu erwerben, ist kostspielig und wird in Zukunft noch teurer. Denn Einzonungen sind heute kaum mehr möglich. Wir müssen also mit dem bestehenden Bauland auskommen. Eine Gemeinde benötigt genügend Landreserven für ihre Entwicklung und Gestaltung.

Bülach braucht eine nachhaltige, langfristige Bodenpolitik. Als Bodenbesitzerin kann die Gemeinde den städtischen Lebensraum aktiv mitgestalten.

Deshalb soll die Stadt ihre Grundstücke nicht verkaufen, sondern bei Bedarf Dritten zum Gebrauch überlassen. Das Baurecht hat den Vorteil, langfristig höhere Erträge (Baurechts- oder Mietzinsen) als bei einem Landverkauf einzubringen. Dennoch kann das Grundstück bebaut werden. Nach Ablauf der Baurechtsverträge können künftige Generationen wieder neu über die Verwendung des stadteigenen Bodens entscheiden und damit die Stadt in ihrem Sinne weiterentwickeln. Der Wert des Bodens bleibt damit auch für unsere Nachkommen erhalten.

Bestrebungen, eigenen Boden zu verkaufen, um den Haushalt ausgeglichen zu gestalten, gab es in Bülach immer wieder. Damit soll nun Schluss sein! Die Initiative orientiert sich an ähnlichen, erfolgreichen Vorstössen in Basel, Luzern und Winterthur. Die Parteien lancieren die Initiative gemeinsam. Mit dieser breiten Abstützung sind sie zuversichtlich, eine Mehrheit für dieses wichtige Anliegen zu gewinnen.

Initiativ Bogen
Argumentarium
Erklärung zum Initiativtext

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