Kein Profit mit unserem Trinkwasser

Mit dem neuen Wassergesetz bleiben unsere Bäche und Flüsse kanalisiert und verbaut. Das ist schlecht für viele gefährdete Tier- und Pflanzenarten, für Erholungssuchende und den Hochwasserschutz. In den letzten hundert Jahren haben wir 90% unserer Feuchtflächen und naturnaher Uferlinien verloren. Der Bund verlangt nun Renaturierungen und die Sicherung von Gewässerräumen für die Zukunft. So müssen im Kanton Zürich 400 km Bäche und Flüsse in ihren natürlichen Zustand zurückversetzt werden. Volle 80 Jahre hat der Kanton Zürich dafür Zeit. Das wären lediglich fünf Kilometer Renaturierungen pro Jahr. Im letzten Jahr wurde aber nur ein halber Kilometer renaturiert. Die bürgerliche Mehrheit im Kantonsrat will mit dem neuen Wassergesetz Renaturierungen deutlich erschweren.
Mit dem neuen Wassergesetz soll auch die Teilprivatisierung des Trinkwassers gesetzlich verankert werden. Wieso wollen sich private Investoren an der kommunalen Wasserversorgung beteiligen können? Wozu wird dies wohl führen? Private Investoren wollen mit ihren Geld einen Gewinn erzielen, was dazu führt, dass die Preise für eine Dienstleistung steigen oder die Investitionen in den Unterhalt zurückgefahren werden. Als Beispiele können Privatisierungen der öffentlichen Infrastruktur in unseren Nachbarländern dienen. In Deutschland sind die Strompreise seit der Marktliberalisierung deutlich gestiegen. In England wurde seit der Privatisierung der Bahn kaum mehr in die Infrastruktur investiert und die Preise für die Tickets sind gestiegen. 
Der Zugang zu sauberem Wasser ist ein Menschenrecht. Da kann es doch nicht sein, dass sich private Investoren eine goldige Nase daran verdienen. Deshalb sage ich nein zum Wassergesetz.

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